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Herr K. beschreibt seine Schreibblockade in etwa so: "Ich setze mich hin, will schreiben, doch in kürzester Zeit spüre ich einen Druck im Kopf, ich schaffe es einfach nicht. Ich kann keine klaren Gedanken fassen, alles ist wie ein "Brei " - ich sehe nichts, selbst wenn ich kleine Häppchen zusammenstelle."
Im Erstgespräch erwähnt Herr K., dass er bereits in seiner Diplomarbeit gegen eine Schreibblockade ankämpfen musste und seither schon beim Gedanken an das Schreiben starke Ängste empfindet. Im weiteren Verlauf der Beratung wird klar, dass Perfektionsansprüche den Klienten blockieren: Herr K. wagt es aus Angst heraus, Fehler zu machen nicht, eine eigene Position einzunehmen und zu schreiben. Ein innerer "Zensor" wertet seine Leistung stets zum vornherein ab. Herr K. bekommt beim Schreiben sogar das Gefühl, etwas Unerlaubtes zu tun, begleitet von diffusen somatischen Empfindungen wie Druck in der Magengegend und starker Müdigkeit.
Zunächst geht es in der Beratung darum, Druck wegzunehmen und den Schreibprozess zu entkrampfen. Der Klient lernt zwischen den Sitzungen, experimentelle Räume zu erkunden, die es ihm erlauben, wieder einen Zugang zum Schreiben zu finden. In der parallelen Auseinandersetzung mit dem inneren Zensor in der Beratung gelingt es Herrn K., die Schreibblockade aus seiner Lebensgeschichte heraus zu verstehen. Durch eine Konfrontation mit Autoritätsängsten und unterdrückter Wut auf einen omnipräsenten perfektionistischen Vater, der seinem Kind wenig zutraute und ihm stets abriet, sich auf unbekanntes Terrain zu wagen, begreift der Klient seine Schreibblockade als biographischen Spiegel: Herr K. hat die äussere, längst nicht mehr reale Machtinstanz verinnerlicht, trägt sie als Zensor weiter mit sich und verbietet sich im Grunde selbst erfolgreiches Schreiben.
Diese Einsicht erlaubt es Herrn K., seine Doktorarbeit umzuwerten: Er begreift sie als eigenes, erstrebenswertes Ziel, löst sie aus der engen Verstrickung mit überholten Gefühlsmustern. Die Schreibblockade löst sich Schritt für Schritt. Nach zwei kurzfristigen Rückschlägen findet Herr K. sogar die Freude am Schreiben wieder und liefert seine Doktorarbeit doch noch termingerecht ab
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Schreibblockade
Herr K. ist seit 5 Jahren an der Dissertation und leidet seit Anbeginn unter einer massiven Schreibblockade. In 3 Monaten sollte er die Doktorarbeit abgeben, hat aber abgesehen von 20 Seiten, die er vor einem Jahr verfasste, keinen zusammenhängenden Text mehr schreiben können. Auf seinem Computer sind bloss eine Unmenge scheinbar loser wissenschaftlicher Daten, Tabellen und Grafiken...
Es hat Herrn K. viel Überwindung gekostet, sich für eine Beratung anzumelden, denn er hat seine Schreibblockade bisher verheimlicht, schämt sich für sein "Versagen". Nun aber sieht er keine andere Wahl, denn der Abgabetermin lässt sich definitiv nicht weiter hinausschieben.
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