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Prüfungen
Das persönliche Anspruchsniveau
  Sich informieren über den Lernstoff und die Prüfungsform
  Zeitliche Planung
Inhaltliche Planung
Mit Störungen umgehen
Prüfungsangst bewältigen
Informationen abrufen an mündlichen oder schriftlichen Prüfungen




Inhaltliche Planung


Bei der inhaltlichen Planung geht es darum, Ihre Zeitgefässe inhaltlich zu gestalten. Die inhaltlche Planung ist abhängig vom Lernstoff, jedoch auch von Ihrem individuellen Wissensstand:

  • Defizite berücksichtigen: Es ist möglich, dass Sie bei einem Teil Ihres Prüfungsstoffs noch Lernvoraussetzungen schaffen müssen (z.B. Vorlesungsnotizen vervollständigen) oder fachliche Defizite haben (z.B. ein Buch, das Voraussetzung für den Beginn der Prüfungsvorbereitung ist, noch nicht gelesen haben). Am besten bestimmen Sie in den ersten Wochen der Vorbereitungsphase bestimmte Zeitgefässe für die Behebung Ihrer Defizite, Sie reservieren beispielsweise immer die erste Lernstunde des Tages dafür.

  • Lernrhythmus mit verschiedenen Prüfungsthemen: Ziel ist es, kurz vor der Prüfung in allen Teilfächern über ungefähr denselben Wissensstand zu verfügen. Dies bedeutet, wenn Sie in grösseren inhaltlichen Blöcken lernen, dass Sie in den letzten Wochen vor der Prüfung den Lernrhythmus verändern und dafür sorgen sollten, dass jedes Teilfach mindestens jeden zweiten Tag zum Lernthema wird. Das ist aus gedächtnispsychologischer Sicht wichtig. Regelmässiges Repetieren verhindert ein rasches Vergessen des Gelernten.

  • Zum Prozess der Informationsverarbeitung: Bleiben Sie nicht im Lesen und Zusammenfassen Ihres Lernstoffs stecken! Erst wenn Sie aktiv mit den Lerninhalten arbeiten, beispielsweise Mind Maps oder Tabellen erstellen, den Lernstoff mit persönlichen Erfahrungen verknüpfen oder im Gespräch mit KollegInnen Fragen klären, verankern Sie Ihr Wissen im Langzeitgedächtnis.

  • Evaluation des Lernprozesses: Es ist wichtig, den eigenen Lernprozess zu kontrollieren. Fragen Sie sich an jedem Lerntag: Was habe ich gestern gemacht? Worum geht es mir heute? Setzen Sie sich realistische Ziele und kontrollieren Sie am Ende Ihres Lerntags, ob Sie diese umgesetzt haben.

  • Repetieren: Es ist gut, möglichst früh mit Repetieren zu beginnen. Sie können sich beispielsweise, bevor Sie ein neues Kapitel erarbeiten, selbst erzählen, was Sie im vorherigen gelesen haben oder schnell eine MindMap erstellen zum bereits erarbeiteten Lernstoff. Diese muss nicht vollständig sein. Sie können Ihre Aufzeichnungen danach ergänzen und schaffen so eine Grundlage, die auch für die Schlussrepetition nützlich sein wird. Es ist auch hilfreich, Fragen, die sich Ihnen während des Lesens stellen, zu notieren. Weitere Tipps finden Sie im Text über das Lernen.

  • Mündliche Prüfung simulieren: Sie können sich in der Repetitionsphase Antworten zu den notierten Fragen erarbeiten. Dieses Material ermöglicht Ihnen, während der Schlussrepetition allein oder in Ihrer Lerngruppe eine mündliche Prüfung zu simulieren.

  • Strategie für die schriftliche Prüfung vorbereiten: An schriftlichen Prüfungen besteht die Gefahr, dass Sie sich in Ihrer Aufregung zu rasch und zu unreflektiert in die Arbeit stürzen. Daher ist es nützlich, sich vor der Prüfung zu überlegen, wie Sie vorgehen werden.

    Bei offenen Prüfungsfragen lohnt es sich, einen Leitfaden für den eigenen Text zu entwerfen, beispielsweise als Stichwortliste oder als Mind Map, bevor Sie mit Schreiben beginnen. Das hilft Ihnen, Ihr Wissen im Gedächtnis zu aktivieren und nimmt Ihnen einen Teil Ihrer Nervosität.

    Es ist gut, diese Vorgehensweise bereits in der Repetitionsphase anzuwenden, damit sie auch den zeitlichen Aufwand abschätzen können. Zum Erstellen eines Leitfadens gehört auch eine grobe Zeitplanung. Das hilft Ihnen zu vermeiden, dass Sie gegen Schluss der Prüfung unter Zeitdruck geraten.


    Download
    Checkliste Prüfungsvorbereitung (pdf, 28kb)



Lesen Sie dazu auch die Kapitel
  • Lernen als Informationsverarbeitungsprozess
    Informationen abrufen in mündlichen und schriftlichen Prüfungen





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