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Mit Störungen umgehen


Es ist schwierig, sich über längere Zeit fürs Lernen zu motivieren. In jeder Prüfungsvorbereitungsphase gibt es Tage, an welchen Sie sich nicht auf den Lernprozess einlassen können, obwohl Sie Ihren Lernrhythmus kennen. Es ist in solchen Momenten wichtig für Sie, herauszufinden, weshalb Ihr Lernprozess gestört ist. Verschiedene Ursachen könnten Ihren Motivationsproblemen zugrunde liegen.

  • Vermeiden und Aufschieben: Falls Sie zu Hause lernen, ist die Versuchung gross, das Lernen vor sich her zu schieben, beispielsweise mittels e-mails checken, Zeitung lesen, telefonieren.....Sie können sich selber helfen, indem Sie den Telefonbeantworter aktivieren oder das Handy ausschalten. Andere Tätigkeiten eignen sich als „Belohnung“. Setzen Sie sich bestimmte Regeln, wie zum Beispiel „Ich lese die Zeitung immer nach der ersten Lernphase von 1 ½ Stunden“. Solche Regeln können zu individuellen Ritualen werden und helfen Ihnen mit der Zeit, den Wechsel von Lernphasen und Pausen bewusster zu vollziehen, was ihrer Konzentration beim Lernen zu Gute kommt.

  • Konzentrationsprobleme: Die nahe liegendste Erklärung für Konzentrationsschwierigkeiten ist das so genannte „Überlernen“. Wenn Sie sich über längere Zeit zu viel abverlangt haben, zu wenig Pausen, zu lange Lernblöcke gemacht oder zu wenig geschlafen haben, kann es zu einer mentalen Erschöpfung kommen. Gönnen Sie sich einen halben oder ganzen Tag Lernpause und versuchen Sie, diese Freizeit zu geniessen. Falls Sie sich am nächsten Tag wieder konzentrieren können, haben Sie herausgefunden, was bei Ihnen zu Konzentrationsproblemen geführt hat und können Ihre zeitliche Planung entsprechend verändern. Oft liegen Konzentrationsschwierigkeiten jedoch persönliche Probleme zugrunde, die Sie so stark beschäftigen, dass diese Gedanken sich immer wieder aufdrängen. Da ist es am besten, diesen störenden Gedanken Raum zu geben, etwas damit zu machen. Sie können sie zum Beispiel auf einen Zettel schreiben und diesen in einer Schublade versorgen. Oft hilft auch ein Gespräch mit einer nahe stehenden Person, um den Kopf wieder fürs Lernen frei zu bekommen. Falls diese Massnahmen nicht helfen und Sie sich über längere Zeit blockiert fühlen, wäre eine psychologische Beratung sinnvoll für Sie. Informationen dazu finden Sie unter
    www.beratungsstelle.bernerhochschulen.ch.

  • Misserfolgserwartungen: Vielleicht haben Sie schon einmal einen Prüfungsmisserfolg erlebt. Diese Erfahrung kann zur Folge haben, dass Sie sich eine erfolgreiche Prüfungsbewältigung nicht mehr so richtig zutrauen, was sich erschwerend auf Ihre Arbeitsmotivation auswirken kann. Versuchen Sie, Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Erfolge zu lenken: Wann haben Sie zum letzten Mal eine Prüfung bestanden? Auf welche Ursachen führen Sie diesen Erfolg zurück? Wie haben Sie sich auf diese Prüfung vorbereitet? Welche Strategien haben Sie während der Prüfung eingesetzt? Bei der Beantwortung dieser Fragen kommen Sie Ihren eigenen Ressourcen auf die Spur. Versuchen Sie nun, die damals angewandten Verhaltensweisen auf die aktuelle Situation zu übertragen.

    Wenn Sie generell über eher wenig Selbstvertrauen verfügen, wird es für Sie nicht einfach sein, sich selber wieder aufzubauen. In diesem Fall könnten Sie sich überlegen, ob Sie nicht eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen möchten.


    Download
    Raster für mögliche Störungsquellen:
    Störfaktoren (pdf, 24kb)








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