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Referieren
Sich selber exponieren und persönlich zeigen
  Referatstress - und wie damit umgehen
  Möglicher Aufbau eines Referats




Sich selber exponieren und persönlich zeigen


Studierende sind im Verlaufe des Studiums – wie auch später in ihrer beruflichen Tätigkeit und in Weiterbildungen – immer wieder mit der Aufgabe konfrontiert, ein Referat zu halten.

Für viele ist öffentliches Reden mit unangenehmen Gefühlen und zum Teil auch Erfahrungen verbunden. Obwohl die Fähigkeit Vorträge zu halten zu den Kernkompetenzen des Studierens gehört, wird die Tätigkeit des Referierens im Rahmen der wenigsten Studiengänge gelehrt.

Vielmehr wird stillschweigend vorausgesetzt, dass Studierende referieren können. Wie sie ihren Stil des Referierens finden und verbessern, ist kaum Thema. Diskutiert wird in der Regel der Inhalt eines Vortrages, sowie – seltener – dessen Gliederung. Über weitere Qualitäten der Präsentation wird kaum gesprochen. 

Ein grosser Teil der Anspannung beim mündlichen Präsentieren liegt darin begründet, dass wir uns als Referierende ungleich mehr exponieren als unser Publikum. Mit einer öffentlichen Präsentation bringen wir zum Ausdruck, wie wir ein Thema inhaltlich und persönlich beleben und anderen gegenüber zur Geltung bringen können.

Die Tätigkeit des Referierens rührt damit an zentrale Lebensthemen:

  • Wie berührt mich die vorgegebene oder selbst gewählte Thematik eines Vortrages?

  • Kann ich diese intellektuell erfassen, mit eigenen Gedanken und Gefühlen besetzen?

  • Getraue ich mich, Informationen zu gewichten, den Inhalt meiner Präsentation festzulegen?

  • Gelingt es mir, mich mit meinen Gedanken Zuhörenden zu zeigen, den dazu notwendigen Raum einzunehmen und mir Wichtigkeit zuzugestehen?

Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die Entwicklung eines persönlichen Stils des Referierens eng mit der eigenen persönlichen und fachlichen Entwicklung verbunden und damit auch nie abgeschlossen ist.