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Orientierung und Planung


Die Aufteilung des Projekts in einzelne Phasen mit inhaltlichen und zeitlichen Zwischenzielen erleichtert die Orientierung und trägt dazu bei, die Kontrolle über den Arbeitsprozess zu behalten. Fehlt ein Arbeitsplan, läuft man bei grösseren Schreibprojekten Gefahr, sich im Thema zu verlieren und mitten im Arbeitsprozess stecken zu bleiben.

Für umfangreiche Arbeiten bewährt sich ein systematisches Vorgehen, wie es in einschlägigen Ratgebern beschrieben wird:

  • Motivation, Ansprüche und Rahmenbedingungen klären: Wozu schreibe ich diese Arbeit? Was für Lernziele sind damit verbunden? Was wird inhaltlich erwartet? Was bezüglich Umfang und formalen Standards? Abgabetermin? Nach welchen Kriterien wird die Arbeit bewertet? Wie/wo richte ich meinen Arbeitsplatz ein und welche Hilfsmittel benötige ich?

  • Themenwahl: Abwägen möglicher Fragestellungen: Möglichst mehrere Themen gegeneinander abwägen. Zunächst bloss versuchen, sich dem aktuellen Forschungsstand anzunähern und die zu bewältigende Literatur/Datenmenge einzuschätzen. Fragestellung so möglichst eingrenzen, dass sie im gegebenen Zeitrahmen zu bewältigen ist.

  • Zielsetzung: Erkenntnisinteresse formulieren: "Wissenschaft und wissenschaftliches Denken beginnen dort, wo ich bereit bin, meinem eigenen Denken zu trauen, es zu explizieren, auf die Meinungen anderer zu beziehen und Resultate in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen." (Kruse, 2002). Eine Fragestellung allein reicht nicht aus, um Argumentationslinien herauszuarbeiten und beim Schreiben einen roten Faden zu knüpfen. Es ist wichtig, dass ich mir bewusst bin, weshalb mich ein Thema interessiert. Unter welchem Aspekt möchte ich es angehen, in welchen Kontext stelle ich es? Welche Zielsetzung verfolge ich mit der Arbeit?

  • Konzept: Exposé machen, Zeitplan erstellen: Zumindest für Diplomarbeiten wird in der Regel ein Konzept (Exposé, Disposition) verlangt, bevor das Thema akzeptiert wird. Die meisten Institute präzisieren in einem Leitfaden, was ein Konzept beinhalten muss. In ein Exposé gehören Problemdefinition und konkrete Fragestellung (Eingrenzung des Themas), Einbettung der Fragestellung in einen Kontext, Zielsetzung (Erkenntnisinteresse, Arbeitshypothesen), methodisches Vorgehen, Umfang der Recherchen (Literatur, Daten), Zeitplan, sowie ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis (Grobstruktur).

  • Betreuung: Konzept besprechen, Verbindlichkeit herstellen: Die Betreuungsverhältnisse sind je nach Fachrichtung sehr unterschiedlich. Auf jeden Fall lohnt es sich – wenn es nicht sowieso verlangt ist – die geplante Fragestellung abzusichern, indem das Konzept mit dem/der Betreuenden am Institut besprochen wird. Dadurch wird Verbindlichkeit hergestellt, Sicherheit gewonnen und zeitlicher Leerlauf vermieden. Denn die Besprechung des Exposés kann auch konzeptionelle Schwächen des geplanten Schreibprojekts offen legen (z.B. ungeeignete oder zu vage Fragestellung, methodische Probleme).




Downloads
Planung: Ein Konzept (Exposé) erstellen / Einen Zeitplan erstellen (pdf, 120kb)
Excel-Vorlage: Arbeitsschritte und Zeitplanung








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