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Im Laufe unseres Lebens werden wir durch Erziehung, schulische und berufliche Sozialisation immer wieder dazu angehalten, gewisse Erfahrungen - unser innerstes Fühlen und Denken - zu verstecken, zu verdrehen oder sogar zu verleugnen, weil sie nicht in unser Selbstbild passen bzw. von wichtigen Anderen als "unerwünscht" bewertet werden. Doch etwas in uns strebt unbeirrbar stets von neuem danach, ganze Person zu sein, authentisch zu sein, sein wahres Selbst zu sein. Dieses Selbst lässt sich jedoch nicht durch erzieherische Massnahmen, Verhaltenstraining oder mittels psychologischem Expertenwissen auffinden - man muss den eigenen Weg dorthin gehen.
Auf der Grundlage von offenem und klarem Wahrnehmen, einfühlsamem Verstehen und gegenseitiger Achtung und Wertschätzung in der Gruppe soll es möglich werden, seinen bisherigen Weg zu erforschen, persönliche Erfahrungen zu teilen, neues Verhalten auszuprobieren und "das Wagnis einzugehen, das eigene Selbst zu sein" (Carl Rogers, 1902 - 1987).
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